Handpuppen und Klassentiere im Unterricht

meine persönliche 10-Wochen-Challenge

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Klassentiere lockern den Unterricht auf, erklären Regeln oder werden zur Leitfigur, welche die Kinder nicht mehr missen möchten. Sie können Dinge spielerisch erklären und dürfen auch Fehler machen. Figuren können ungehemmt quatschen, sich gerne auch versprechen. Darüber hinaus wecken Sie bei den Kindern die Neugierde und Vorfreude auf die nächste Unterrichtsstunde.

Klassentiere sind Teil der Klasse und die Schüler fühlen sich oft mit ihnen verbunden – das Klassenmaskottchen ist eine*r von ihnen und verbindet sie auch als Gruppe. Sie können ein Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Gruppe schaffen.

Figuren fordern auf ganz natürliche Weise zum Mitmachen auf, und durch das Spiel mit der Puppe oder dem Klassentier bleiben die Kinder besonders aufmerksam. Besonders gern schreiben die Kinder das Klassentier in eigene Geschichten hinein. Sie können es Teil von Aufgaben werden lassen, die die Schüler bearbeiten müssen. Figuren können zum Mitmachen motivieren.

Kinder verhalten sich einer Figur gegenüber oft freier und mutiger. Sie bietet Kindern zudem zahlreiche Möglichkeiten zur Identifikation, ist Quelle und Impulsgeber für Geschichten, Lieder, Spiele, Traditionen und Dialoge. Sie kann als dauernder Mitspieler im Unterricht verschiedene Rollen übernehmen.

Manchmal ist es leichter, Kinder emotional über die Plüschfigur zu erreichen: zu trösten, falls es mal nötig ist, Mut zuzusprechen und zu motivieren. Figuren können es Ihnen erleichtern, zu manchen Kindern durchzudringen.

Eine Figur kann den Kindern die Scheu vor dem Sprechen nehmen.

Gerade wenn es nicht die Muttersprache ist, haben viele Kinder Angst, Fehler zu machen. Andere sind einfach zu schüchtern, um sich zu Wort zu melden. Wenden sie sich aber an die Handpuppe oder das Klassentier, fällt es manchen Kindern leichter, vor der Klasse zu sprechen: Die Kinder kommunizieren mit der Figur oft freier und auf einer anderen Ebene als mit Ihnen als Autoritätsperson. Figuren können mutig machen.

Wollen Sie eine Puppe im Englisch- oder DaZ-Unterricht nutzen, können Sie den Kindern mitteilen, dass es ausschließlich die fremde Sprache versteht. Um mit ihm zu kommunizieren, müssen die Kinder den Mut fassen, die neue Sprache zu benutzen.

Figuren können im Sprachunterricht bestimmte Funktionen übernehmen: es können erste Dialoge mit ihnen geführt werden, sie können genutzt werden, um neuen Wortschatz vorzustellen, Hilfestellungen zu leisten oder Erklärungen zu wiederholen.

Wird bereits eine Puppe in anderen Bereichen verwendet, sollten Sie für den Sprachunterricht eine weitere einführen. Auch für Sprachfördergruppen, in denen Kinder aus verschiedenen Klassen zusammenkommen, kann ein eigenes Gruppentier sinnvoll sein, mit dem sie sich als Gruppe identifizieren können und das für sie in schwierigen Situationen da ist.

Auch im Distanzunterricht können die Klassentiere zum Einsatz kommen. Sie können eine Brücke zwischen Schule und Schüler sein.

Vielleicht lernen auch die Klassentiere gerade in Distanz und könnten dabei fotografiert werden. Oder sie warten in der leeren Klasse auf die Rückkehr der Kinder. Das Klassentier kann während den Schulschließungen auch bei Ihnen zu Hause sein.

Die Klassentiere können den Kindern E-Mails oder Briefe schreiben und Fotos von der leeren Klasse oder vom Schulgelände schicken. Oder Sie posten in einer Spalte des Klassen-Padlets Bilder mit kurzen Texten oder kurze Videobotschaften, sodass die Kinder sehen, was das Klassentier so alles erlebt.

Ja?

Schreiben Sie mir gern, welche Fragen, Wünsche, Ideen oder Ergänzungen
Sie haben: mail@theaterbrausepulver.de

Ich freue mich auf Ihre Nachricht, Bärbel Frank

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