Handpuppen und Klassentiere im Unterricht

meine persönliche 10-Wochen-Challenge

1

1

Hey, ich bin Bärbel. Ich habe zwei Jahrzehnte als Puppenspielerin verbracht. Aktuell bin ich allerdings in erster Linie damit beschäftigt, mir zwischen den Homeschooling-Phasen meiner beiden Töchter neue Formate für meine Kunst zu suchen. Ich werde in den kommenden 10 Wochen darüber schreiben, wie Sie Handpuppen und Klassentiere in Ihren Unterricht einbauen können, und Ihnen fünf Sätze verraten, die jeder Puppenspieler beherzigt.

Mein Ziel ist es, Ihnen genug Wissen zu vermitteln, so dass Sie sich sicher fühlen, dass Sie es schaffen können.

Sind Sie bereit? Dann sind diese 10 Wochen Ihr Anfang.

Ich bin ein Fan von Puppen im Grundschulunterricht. Mein Theater wäre ohne Puppen nicht denkbar. Sie sind Handlungsträger und Dialogpartner und: Sie machen einfach Spaß. Ich finde, das Theater mit Figuren ist ein enorm befriedigender Ort zum Arbeiten. Jedes Projekt bietet etwas Neues und immer gibt es noch etwas zu lernen.

Noch scheuen sich viele Lehrer*innen, sich selbst als Puppenspieler zu versuchen und mit einer Puppe Ihren Unterricht zu bereichern. Soweit ich weiß, werden sie damit auch ziemlich allein gelassen. Der Einsatz von Handpuppen wird allgemein begrüßt, ist aber nicht Teil der Ausbildung.

Nahezu jedes in Deutschland zugelassene Lehrwerk für den Unterricht der Grundschule spricht sich für den Einsatz einer Handpuppe im Unterricht aus. Die allermeisten Lehrwerke bieten eine Puppe zum Kauf an, zum Einsatz findet sich aber kaum einen Hinweis. Vielleicht auch deshalb, weil manche dieser Lehrwerks-Puppen selbst von uns Profis nicht ganz leicht zu spielen sind.

Dabei ist das Puppenspiel nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Man muss kein Bauchredner sein. Es gibt eigentlich nur zwei, drei Tricks, die man wissen muss: 

Halten Sie die Puppe so, dass sich ihr Kopf bewegen kann. Dass die Puppe spricht, erkennt der Zuschauer daran, dass sich der Puppenkopf oder das Klappmaul im Sprechrhythmus bewegt.

Entscheiden Sie immer, wer gerade dran ist, Sie oder Ihre Puppe. Ist die Puppe dran, muss ihre Bewegung größer sein als die Ihre.

Spricht die Puppe mit Ihnen, darf sie Sie nur in den ihren Sprechpausen anschauen. Während Sie als Spieler für die Puppe sprechen, schaut die Puppe ins Publikum, Richtung Boden oder Decke.

Reicht das schon? Oder wollen Sie alles ein bisschen detaillierter?

Schreiben Sie mir gern, welche Fragen Sie haben:
mail@theaterbrausepulver.de

Ich freue mich auf Ihre Nachricht, Ihre Bärbel Frank

zurück