Handpuppen und Klassentiere im Unterricht

meine persönliche 10-Wochen-Challenge

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Die richtige Figur erleichtert Ihnen das Spielen und Ihren Schülern das Sehen.

Gute Figuren zu machen ist sehr schwierig. Wenn wir Puppenspieler das Glück haben, eine ausgezeichnete Figur zu haben, verstärkt und akzentuiert sie die Feinheiten unseres Spiels.

In meine Workshops lasse ich jede*n Teilnehmer*in drei Figuren mitbringen. Das können große menschliche Handpuppen sein oder die Plüschfiguren der Schulbuchverlage (die die Teilnehmer*innen vielleicht sowieso in der Schule haben) oder auch ganz einfache Kuscheltiere aus dem Klassen- oder Kinderzimmer. Eine Vielfalt an Material ermöglicht uns, genau zu beobachten, worauf es bei einer Figur ankommt und was das Spielen und Sehen erleichtern oder erschweren kann.

Unsere Arbeit kann aber auch ohne perfekt entworfene und hergestellte Puppen gemacht werden. Jeder Körper hat Einschränkungen - und in vielen Fällen ergibt die Art und Weise, wie die Figur mit diesen Einschränkungen umgeht, einen Großteil ihrer Persönlichkeit. Einschränkungen zu finden bedeutet, sich daran zu erfreuen, wie man sie umgehen kann.

Die Figur ist letztlich ein Werkzeug. Wie bei allen Werkzeugen muss ich lernen lernen, wie ich sie benutze.

Jede Figur ist anders und jede ist gut in bestimmten Dingen.

Für den Einsatz in der Schule empfehle ich Handpuppen und direkt geführte Figuren.

Handpuppen sind Puppen, bei denen sich die Hand vollständig im Inneren der Puppe befindet. Dazu gehören traditionelle Handpuppen wie Kasperl und Klappmaul-Puppen mit beweglichem Mund, bei denen der Puppenspieler seine Hand zur Artikulation der Mundbewegungen verwenden kann - wie bei vielen der Muppets.

Eine Puppe mit direkter Manipulation ist alles, was der Puppenspieler direkt mit seiner Hand hält. Das ist das, was man ein Spielzeug oder eine Puppe nennen würde, die keine Griffe oder Schnüre hat.

Die beiden Puppenformen sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich, haben aber eines gemeinsam - die Energie der Figur wird in die Hand des Puppenspielers gelegt. Es gibt keine oder nur eine minimale mechanische Vermittlung zwischen dem, was der Puppenspieler mit seiner Hand macht, und der Aktion der Figur.

Für die Schüler spielt es kaum keine Rolle, ob die Figur einen Menschen, ein Fantasiewesen oder ein Tier darstellt. Es ist vor allem wichtig, dass Sie sich mit der Auswahl wohlfühlen.

Tiere sind großartig, um Puppenspiel zu lernen. Tiere sind weniger selbstzensiert. Ihr Verhalten ist vollständig körperlich.

Schauspieler beschäftigen sich im Training und bei den Proben häufig mit Übungen, bei denen sie sich ihren Charakter in Form eines Tieres vorstellen. Das hilft ihnen, Darstellungen zu schaffen, die körperlich ausdrucksstark und mit dem Instinkt verbunden sind. Macbeth als Wolf ist anders als Macbeth als Bär.

Wenn ein Tier eine Bedrohung hört, spannt es sich an oder läuft weg. Wenn es schläfrig ist, zeigt es das an seinem ganzen Körper. Tier-Charaktere bücken und strecken sich, schnüffeln und pusten, um Dinge zu untersuchen. Es ist sofort interessanter in Bezug auf die Bewegung. Und - wie wir später sehen werden - ist es die Bewegung, die die Figur lebendig macht.

Ja?

Sind Sie noch auf der Suche nach der richtigen Figur für Ihre Klasse?

Ich könnte mir vorstellen, Unboxing- oder Shootout-Videos zu drehen, indem ich Figuren miteinander vergleiche, die Vor- und Nachteile herausarbeite und eine Empfehlung ausspreche. Das können zwei Eulen sein, die gegeneinander antreten, oder auch die Figuren eines Lehrbuchverlags. Könnte das interessant sein für Sie?

mail@theaterbrausepulver.de

Ich freue mich auf Ihre Nachricht, Bärbel Frank

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