Theater Brausepulver Lübeck

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Q: Are you a native speaker?

 

Britishbluesky

Photo: Ali T., Clacton-on-Sea

 

A: No, I'm not. Und ich glaube, dass das ein Vorteil ist.

 

Viele Lehrer und eigentlich alle Schüler sind sich sicher, dass ich Amerikanerin oder Engländerin bin. Eine US-Amerikanerin kam einmal nach der Vorstellung auf mich zu und sagte voller Überzeugung: You are from Australia, aren't you? No. Manche tippen dann auf Canada. Eh, ... no. Ich weiß, ich klinge ziemlich international, aber das liegt nur an meiner Freude an fremden Sprachmelodien und meinen internationalen Kontakten.

 

Ich habe zwei Jahre lang in Bristol im Südwesten Englands gelebt, und wenn ich wieder dort bin, nehme ich sehr schnell den dort üblichen Dialekt an (das klappt übrigens auch in Wien oder Barcelona). Meine Mitstudenten kamen damals aus der ganzen Welt. Ich habe viel Zeit mit einer Trapezartistin aus Kanada und einem aus Australien stammenden Handwerker verbracht, mit denen ich eine Wohnung teilte.

 

Ich arbeite gern international - vor mehr als 20 Jahren mit dem Choreografen Royston Maldoom aus London, in letzter Zeit mit dem australischen Puppenspieler Neville Tranter und mit dem Schauspiellehrer James E. Tripp aus New York.

 

Ich lese, höre, sehe, koche, esse und trinke international. Ich mag englische Zitate. Ich mag englische Schriftsteller. Ich mag den britischen Humor. Ich mag englische Fernsehserien. Ich trinken meinen Tee seit 20 Jahren mit Milch. Ich mag die Kochshows von Jamie Oliver (und sein sehr britisches Englisch). Auf den Autofahrten zum nächsten Spielort läuft via ipod meist mein Lieblingsradio aus Kanada ("Q").

 

Ich freue mich oft, dass Englisch so sehr zu meiner Sprache geworden ist. Trotzdem ist es nicht meine Muttersprache (und das habe ich in zwei Jahren England sehr gemerkt, wie sehr mir meine deutsche Sprache fehlte, noch mehr als Vollkornbrot und guter Käse). Da war und ist immer eine kleine Distanz.

 

Für mein Theater ist diese Distanz gut. Sie bedeutet, dass ich die englische Sprache sehr bewußt und sehr gezielt einsetze, fein abgestimmt auf mein ja ebenfalls im Großen und Ganzen deutschsprachiges Publikum. So machen wir uns gemeinsam auf die Reise, mit Hilfe von Wörtern, mit Hilfe von Gestik und Mimik, mit Hilfe von Händen und Füßen und der Ausdruckskraft des ganzen Körpers in der fremden Sprache zu kommunizieren und zu interagieren. Ganz genauso wie im wirklichen Leben.

 

 

 

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Ich bin gespannt, ob wir gemeinsam die 100 Fragen knacken.

Viele herzliche Grüße, Ihre Bärbel Frank

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